Protest gegen Hühnerkäfige
So dürfen Hühner nicht mehr gehalten werden!
Einzelheiten entnehmen Sie bitte aus dem nachfolgenden Text.
Pressemitteilung
von Menschen für Tierrechte –
Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Tierrechtler wollen Kaefigverbot mit allen Mitteln verteidigen
Aktuellen Pressemeldungen zufolge wagen es die Unionsparteien tatsächlich, das 2001 beschlossene Verbot jedweder Form der Käfighaltung von Legehennen in Deutschland ab dem 1. Januar 2007 zu kippen. Sollte der Koalitionsvertrag, der zurzeit zwischen den Unionsparteien und den Sozialdemokraten verhandelt wird, das generelle Käfigverbot für Legehennen aus dem Tabub reich rücken und gemeinsam mit der SPD vereinbaren, die in der
EU zugelassenen Käfigformen auch in Deutschland einzuführen, wird der Bundesverband Menschen für Tierrechte mit harte Bandagen für die Rechte der Tiere kämpfen, so wie dies auch vor 1998 - vor der rot-grünen Bundesregierung - erforderlich war.
"Der Hühnerkäfig bleibt tabu, hier gibt es fuer uns keinen Millimeter Verhandlungsspielraum, darin ist sich die gesamte Tierschutzszene einig", so
Dr. Kurt Simons, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, "Das strikte Käfigverbot wird nicht nur Millionen Hennen tagtägliche Qual ersparen, sondern symbolisiert gleichsam den Wandel in der industriellen Tierhaltung. Diese Galionsfigur, fuer die wir 15 Jahre hart gekämpft haben, werden wir mit allen Mitteln verteidigen!"
Die Menschen fuer Tierrechte mahnen die SPD, an ihren Wahlzusagen festzuhalten und das Verbot der generellen Kaefighaltung nicht zur Disposition zu stellen. In Zeiten der gesellschaftlichen und politischen Erneuerung gelte es vor allem fuer die Parteien, Profil zu zeigen und die Bevölkerung in eine Aufbruchstimmung zu führen. Roll-Back-Bewegungen wie die Einfuehrung des Leid bringenden Huehnerkaefigs zeugten dagegen von Ratlosigkeit und dem politischen Ausverkauf.
Ziviler Ungehorsam, Proteste, Demonstrationen, Tierbefreiungen waren Mittel der achtziger Jahre, welche die Bevölkerung und die Politiker auf die Leiden der Tiere aufmerksam machten, so die Tierrechtler. Vermutlich seien diese jetzt wieder gefragt, wenn sich die Tierschutzpolitik unter einer grossen Koalition rueckwärts entwickeln sollte.
Daher ruft der Bundesverband jetzt alle Buerger auf, den Tierschutz nicht wortlos Preis zu geben und mindestens in schriftlicher Form an die Spitzen der Koalitionsverhandlungen, Frau Dr. Angela Merkel und Herrn Franz Müntefering, heranzutreten. Der letzten repraesentativen Bevölkerungsumfrage vor Beschluss des Kaefigverbots zufolge,
lehnten knapp 90 % der Bürger die Käfighaltung von 'Lege'-Hennen ab. Jetzt gelte es, diesem Bevoelkerungswillen umgehend wieder Ausdruck zu verleihen.
Bitte lassen Sie die Hennen nicht im Stich!
Bitte schreiben auch Sie an die Spitzenpolitiker der
Koalitionsverhandlungen, dass das geltende Recht von 2001 bestehen bleiben muss. Demnach duerfen 'Lege'- Hennen in Deutschland ab dem 1. Januar 2007 nur noch in Boden-, Volieren- oder Freilandhaltungen
gehalten werden.
Nachstehend nennen wir Ihnen die Adressen:
An die
Vorsitzende der CDU
Frau
Dr. Angela Merkel
Klingelhoeferstr. 8
10785 Berlin
Tel.: 030-22070-0
Fax: 030-22070-111
E-Mail:
angela.merkel@cdu.de
An den
Vorsitzenden der SPD
Herrn Franz Muentefering
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel: 030-25991-0227-0
Fax: 030-25991-410
E-Mail:
parteivorstand@spd.de