Unterschriftenübernahme - nur ein Akt der Höflichkeit?
Im Ministerium für Bildung und Forschung
Unterabteilungsleiter Volker Rieke nimmt stellvertretend für die Ministerin Dr. Annette Schavan am 26.06.2008 15 000 Unterschriften gegen Alkoholversuche an Ratten entgegen.
Vom Vorstand der Tierversuchsgegner
Andrea Hayn und Brigitte Jenner 
Unser Anliegen wurde nicht verstanden, denn lt. Herrn Rieke haben wir:
- in Deutschland das beste Tierschutzgesetz der Welt
- strengste Kriterien zur Genehmigung von Tierversuchen
- viele Einschränkungen, die in anderen Ländern belächelt werden – z. B. in den USA
- seit 1984 eine staatliche Förderung von Alternativen von insgesamt 100 Millionen EURO
- eine gute Ausstattung der ZEBET (Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatzmethoden zum Tierversuch)
also, Deutschland ist bei der Genehmigung und Durchführung von Tierversuchen vorbildlich! Was wollen wir mehr? Dieses wurde zwar nicht ausgesprochen, aber es stand deutlich im Raum.
Natürlich wollen wir mehr! Wir wollen, dass Berlin nicht die Hauptstadt der Tierversuche, sondern die Hauptstadt bei der Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden ist. Dieser Gedanke – so scheint mir – ist dem Ministerium noch fremd. Hier haben wir noch ein hartes Stück Arbeit zu leisten und viel Ausdauer mitzubringen.
Wir baten im Namen des Bundesverbandes, weitergehende Gespräche über Forschungsförderung und insbesondere über die Einrichtung eines Lehrstuhls für Alternativen führen zu können. Eine Vorabankündigung an die Ministerin Schavan wurde uns zugesagt. Diese Gespräche sollen dann im Frühherbst beginnen.
Das Thema Alkoholversuche an Ratten ist für uns noch lange nicht beendet. Wir werden weiterhin die Entwicklung dieser Forschung kontinuierlich verfolgen und
ggf. noch einmal einen Vorstoß wagen.
Herzlichen Dank an alle, die unser Anliegen durch Protestbriefe an die Verantwortlichen und Sammeln von Unterschriften unterstützt haben.
Fotos: ND-Fotograf U. Winkler
Siehe auch Artikel vom 26.06.08
15 000 Unterschriften ans Forschungsministerium
Gemeinsame Pressemitteilung Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e. V. und Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e. V.