Teebaumöl ein Wundermittel auch für Haustiere?
Katzen reagieren auf eine Behandlung mit Teebaumöl empfindlicher als der Hund oder Mensch
Pflegeprodukte mit Teebaumöl werden auch in Deutschland zur Behandlung von Haustieren gegen Ektoparasiten oder Hautpilze angeboten. Nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (
BfR) sind derartige kosmetische Mittel für Katzen nicht ausnahmslos geeignet.
Dem BfR liegen Berichte über Katzen vor, die einige Stunden nach einer mehrmaligen oder in zu hoher Dosierung erfolgten äußerlichen Behandlung mit teebaumölhaltigen Pflegeprodukten erhebliche Vergiftungserscheinungen zeigten. Symptome waren Schwäche, Depressionen, Muskelstörungen. Die besondere Empfindlichkeit von Katzen hängt mit ihrem Stoffwechsel zusammen. Ihr Körper kann die im Teebaumöl enthaltenen Terpene und Phenole kaum abbauen. Es gelingt dem Katzenorganismus nicht, diese Stoffe in wasserlösliche Substanzen umzuwandeln, um sie dann über die Nieren und den Urin ausscheiden zu können. Auch bedingt durch das besondere Putzverhalten der Katzen nehmen diese oral mehr äußerlich aufgebrachte Substanzen auf als etwa der Hund.
Pflegeprodukte und kosmetische Mittel für Haustiere unterliegen derzeit keiner Zulassungspflicht. Daher ist nicht bekannt, ob angebotene Pflegeprodukte mit Teebaumöl auf ihre Verträglichkeit bei Katzen geprüft wurden.
Als Tierarzneimittel ist Teebaumöl in der EU nicht zugelassen.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung Sept. 2007