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Debatte über Tierversuche: Sollen Tiere für den Menschen leiden?
Stellungnahme auf den Artikel in der TAZ vom 29.07. 2016: http://www.taz.de/Debatte-ueber-Tierversuche/!5328263/

Durch die Legitimation und Durchführung von Tierversuchen wird jährlich allein in Deutschland das Leben von über drei Millionen Tieren beeinträchtigt oder zerstört(1), um mehr über das menschliche Leben und dessen Verbesserung und Fortbestehen der Menschheit zu erfahren. Dies führt zu einem klassischen ethischen Dilemma und zieht zahlreiche Diskussionen mit sich. Herr Treue spricht sich im Zuge des Artikels dagegen aus, Tieren Menschenrechte zuzugestehen, was er damit begründet, dass der Mensch die nötigen kognitiven Fähigkeiten besitzt, für sich selbst zu entscheiden. Gerade hierbei muss der Schutz der Tiere von uns Menschen durch Anwaltschaft und ein schützendes Grundrecht gewährleistet werden, da sie eben nicht in der Lage sind sich selbst und ihre Bedürfnisse zu schützen und sich Gehör zu verschaffen. Denn wo ist der Unterschied, ob man einem Tier, welches wissenschaftlich fundiert als leidensfähiges Lebewesen gilt, das Recht auf Leben und Schutz vor Ausbeutung zusichern möchte oder Säuglingen, Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen und Menschen, die aufgrund von Krankheit wie beispielsweise Demenz, ebenfalls nicht in der Lage sind sich selbst zu vertreten, dies aber selbstverständlich gewährt.
Um hier auch die nicht gern gesehenen und gehörten Fakten kurz vor Augen zu führen: Tiere werden u.a. mit Giften vollgepumpt, begast, verätzt. Ihre Knochen werden gebrochen, die Glieder verrenkt, die Sehnen zerschnitten, die Muskeln gequetscht. Ihre Organe werden zerstört, sie erhalten mit glühendem Eisen große Brandwunden bei vollem Bewusstsein. Sie werden mit Krankheiten infiziert und mit schweren genetischen Störungen gezüchtet. Sie werden immobilisiert zur Herbeiführung von Magengeschwüren, ohrenbetäubend beschallt oder mit Stromstößen in den Wahnsinn getrieben. Sie werden zusammengeschossen, zu Tode operiert, neue Waffen werden an ihnen ausprobiert. Ihnen werden künstliche Schlaganfälle zugefügt, ihre Adern werden abgeklemmt. Sie müssen unter Todesangst bis zur totalen Erschöpfung, bis hin zum Ertrinken schwimmen. Unter größtem Durst, mit Elektroden im Hirn, über Stunden immobilisiert, bedienen sie für einen Tropfen Wasser die richtigen Knöpfe. Sie sterben immer noch langsam und qualvoll.
Es stellt sich nicht die Frage, ob wir keine Tiere quälen sollten, weil wir so emotional abstumpfen und wie sich dieses Verhalten dann auf unser gesellschaftliches Zusammenleben auswirkt. Vielmehr sollten wir uns mit der Frage auseinandersetzen, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, die ein selektives Bewertungssystem von Spezien vornimmt und den Menschen dabei an oberste Stelle setzt (vgl. Peter Singer – Animal Liberation). Denn dass Versuche an Menschen unter allen Umständen ethisch und moralisch unvertretbar sind, unabhängig vom Nutzen für die Allgemeinheit, ist ja auch eine Selbstverständlichkeit. Das medizinischer Fortschritt und damit einhergehende Versuchsreihen von enormer Relevanz sind, steht außer Frage, nur der Weg dorthin sollte kritisch, ethisch und moralisch immer wieder reflektiert hinterfragt werden. Tierfreie Ersatzmethoden stehen immer noch vielen Vorurteilen gegenüber, primär bei der Übertragbarkeit auf den Menschen. Auch mangelnde finanzielle Förderung und langwierige Anerkennungsverfahren, erschweren den Fortschritt für eine kompetente, wissenschaftliche tierversuchsfreie Forschung.(2)
Gegensätzlich weißt die tierexperimentell ausgerichtete Forschung unteranderem auf, dass beispielsweise 92% der potentiellen Arzneimittel, die sich im Tierversuch als wirksam und sicher erwiesen haben, nicht durch die klinische Prüfung kommen.(3)

Der tierversuchsfreien Forschung wollen wir uns in einer unserer nächsten Kampagnen annehmen.

Quellen:
(1)
http://www.faz.net/…/warum-tierversuche-unverzichtbar-sind-…, (letztes Abfragedatum: 01.08.2016)
(2)
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/…/248-warum-tierve…, (letztes Abfragedatum: 01.08.2016)
(3) U.S. General Accounting Office. FDA Drug Review: Postapproval Risks 1976-1985. Publication GAO/PEMD-90-15, Washington, D.C., 1990, S.4 , (letztes Abfragedatum: 01.08.2016)

Diese Stellungnahme als PDF downloaden: HIER

 

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